Der Anhang Ihrer Bachelorarbeit bzw. Hausarbeit

Wann wird ein Anhang benötigt?
Ein Anhang wird in eine wissenschaftliche Arbeit eingefügt, wenn zusätzliche Informationen für das Verständnis wichtig sind, im Haupttext jedoch zu umfangreich wären oder den Lesefluss stören würden. Wer nach einem Anhang-Beispiel sucht, möchte meist genau verstehen, in welchen Fällen solche ergänzenden Materialien ausgelagert werden sollten. Das gilt nicht nur für die Bachelorarbeit, sondern ebenso für den Anhang zur Masterarbeit, den Anhang zur Seminararbeit oder den Anhang zur Hausarbeit. Entscheidend ist immer, dass die Inhalte einen klaren fachlichen Bezug zur Arbeit haben. Zu beachten ist jedoch, dass nicht für jede wissenschaftliche Arbeit ein Anhang zwingend erforderlich ist.
Was gehört in den Anhang?
In den Anhang gehören nur Materialien, die den Haupttext sinnvoll ergänzen. Dazu zählen etwa Fragebögen, umfangreiche Tabellen oder ergänzende Dokumente. Gerade beim Anhangsverzeichnis einer Bachelorarbeit ist es wichtig, diese Inhalte übersichtlich zu ordnen. Ein typisches Beispiel sind Interviewtranskripte: Im Fließtext werden meist nur die wichtigsten Aussagen ausgewertet, während das vollständige Material im Anhang erscheint. So bleibt die Arbeit lesbar, ohne dass auf relevante Zusatzinformationen verzichtet werden muss.
Checkliste für einen gelungenen Anhang:
- Gliedern Sie den Anhang so, dass man einen guten Überblick bekommt und jeden Teil schnell finden kann.
- Kontrollieren Sie, ob alle Komponenten eine Überschrift haben und ob die Nummerierung des Anhangs klar nachvollziehbar und durchlaufend gestaltet ist.
- Pro Seite darf nur ein Anhang enthalten sein, fügen Sie also für jeden Teil eine neue Seite ein.
- Achten Sie darauf, dass Sie auf jeden Teil des Anhangs bereits im Fließtext mindestens einmal verwiesen haben.
- Kontrollieren Sie, ob die einzelnen Komponenten wirklich für die Arbeit relevant sind und für ein besseres Verständnis sorgen.
- Stellen Sie sich die Frage, ob es bei den Teilen ausreicht, diese nur im Anhang darzustellen, oder ob sie eigentlich bereits im Hauptteil der Arbeit in voller Form verwendet werden sollten.
- Kontrollieren Sie auch, dass die Informationen nicht zweimal in voller Länge in der Arbeit vorkommen, also im Fließtext und im Anhang.
- Achten Sie darauf, dass Sie keine Teile unerlaubt in den Anhang auslagern, um Worte im Hauptteil zu sparen.
- Achten Sie auf korrektes Zitieren.
Was sind die Bestandteile eines Anhangs?
Die Dokumente, die man im Anhang von wissenschaftlichen Arbeiten findet, sind größtenteils umfangreich und nehmen viel Platz in Anspruch. Daher ist es kein Problem, sondern eher die Regel, dass der Anhang etwas länger oder vielleicht sogar sehr lang ausfällt. Wichtig ist allerdings, dass hier nur Dokumente eingefügt werden, die nicht schon in voller Länge im vorangehenden Fließtext der Facharbeit vorkommen.
Hier folgen ein paar Beispiele zu Elementen, die der Anhang einer Hausarbeit beinhalten kann und es wird auch erklärt, wie mit diesen im Fließtext der eigentlichen Arbeit umgegangen wird:
| Bestandteile des Anhangs | Anhang | Fließtext der Arbeit |
|---|---|---|
| Interviews | Interviewtranskripte | Einzelne Erkenntnisse aus den Interviews, die im Fließtext relevant sind |
| Experimente, Gruppendiskussionen etc. | Protokolle von Experimenten, Gruppendiskussionen etc. | Benötigte Informationen daraus in kompakter Form |
| Fragebögen | In gesamter Länge + Auswertung | Nur die relevanten Informationen daraus werden dargelegt |
| Statistiken | In ganzer Ausprägung und umfangreich | In kurzer Form |
| Forschungsergebnisse und Auswertung von Daten im Allgemeinen | In voller Länge | Nur so weit, wie benötigt und kompakt |
| Formeln | Inkl. genauer Herleitungen | So kurz wie es für das Verständnis möglich ist |
| Kopien von E-Mails und anderen Formen von Kommunikation | In voller Form | Nicht Teil des Fließtextes |
Wenn Sie einen gut erstellten Anhang für die Hausarbeit als Beispiel suchen, empfiehlt es sich, nach bereits veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten bei Google zu recherchieren. Oft stellen auch die Websites der Hochschulen diese Arbeiten allen Interessierten zur Verfügung. Wenn die Autoren von WissPro wissenschaftliche Texte erstellen, gilt der Anhang grundsätzlich als integraler Bestandteil der Arbeit. Ein erfahrener Hausarbeit-Ghostwriter berücksichtigt daher den Aufbau, die Verweise und die formalen Vorgaben konsequent.
E-Mails im Anhang
Wie bereits in der Tabelle aufgelistet, kann man auch Kopien von E-Mails und anderen Kommunikationsformen in den Anhang einfügen. Darunter fallen beispielsweise auch Briefe oder WhatsApp-Nachrichten. Grundlegend muss man beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten alle Quellen erkennbar machen und als solche kennzeichnen. Darunter fallen selbstverständlich auch Quellen der persönlichen Kommunikation, welche E-Mail, Briefe etc. darstellen. Daher sollte man diese dem Anhang seiner wissenschaftlichen Arbeit beifügen, wenn möglich. Allerdings ist es essenziell wichtig, dass man sich im Vorhinein dafür die Erlaubnis der anderen Kommunikationsteilnehmer einholt, da es andernfalls grundsätzlich nicht gestattet ist, Informationen über die persönliche Kommunikation mit anderen Gesprächsteilnehmern einfach so, ohne ihren Willen öffentlich zu machen. Wenn die Personen, mit welchen man E-Mails oder Nachrichten anderer Form ausgetauscht hat, die Veröffentlichung nicht erlauben, so hat man das zu akzeptieren und verzichtet in diesem Fall darauf, Kopien der Gespräche in den Anhang einzufügen.
Wird die Öffentlichmachung allerdings gestattet, so kann man entweder Screenshots der E-Mails anhängen oder diese als PDF-Dateien einfügen. Persönliche Briefe kann man kopieren oder eingescannt dem Anhang beifügen. Dasselbe gilt auch für andere Formulare, die man anhängen möchte.
Aufbau und formale Kriterien des Anhangs
Im Normalfall folgt der Anhang nach dem Literaturverzeichnis der Arbeit, theoretisch kann man ihn aber auch davor reihen.
Zunächst einmal klären wir noch, wie man im Fließtext auf den Anhang verweisen kann. Eine Methode lautet, dass man direkt hinter der entsprechenden Formulierung, auf die man im Nachgang noch näher eingehen möchte, eine Fußnote setzt. Dort wo die Fußnote aufscheint, stellt man dann klar, wo genau man den entsprechenden Teil im Anhang finden kann. Eine andere Variante wäre, dass man direkt im Text auf den Anhang verweist, dies geschieht in einer Klammer, also zum Beispiel (siehe Anhang 1). Alternativ kann man den Verweis auf Anhang auch direkt in den Fließtext einbauen, indem man beispielsweise ausformuliert schreibt, dass sich die ausführliche Erklärung einer bestimmten Formel im Anhang findet.
Nachdem man im Fließtext bereits Verweise auf den Anhang eingefügt hat, so muss der Anhang nun richtig aufgebaut werden. Dafür fügt man der Reihe nach die einzelnen Dokumente und Teile ein, die man gerne im Anhang seiner Arbeit haben möchte. Essenziell dabei ist allerdings, dass hier nur Informationen vorkommen, auf die man vorhergehend im Fließtext verwiesen hat. Zusätzlich dazu darf nichts eingefügt werden, der Leser darf hier nicht vollkommen überrumpelt werden. Wichtig ist, dass man natürlich auch im Anhang zitieren muss, denn es muss im Verlauf der gesamten Arbeit ersichtlich sein, woher die Quellen kommen.
Nun muss man die einzelnen Teile im Anhang nummerieren, entweder mit Zahlen oder alternativ mit Buchstaben. Dafür kann man Überpunkte und Unterpunkte verwenden.
Wir sehen uns die Gliederung nun am Beispiel Interviews an: Wir schreiben beispielsweise „Anhang 3“ und führen zunächst einmal den Überpunkt „Interviewtranskripte“ ein. Nachfolgend listen wir auf, mit wem wir die Interviews geführt haben, wo wir entsprechende Transkripte verwendet haben. Dies schreiben wir mit „Anhang 3.1.: Interview mit Frau Soundso“ Somit haben wir eine übersichtliche Gliederung. Formal muss der Anhang selbstverständlich dem restlichen Teil der Arbeit entsprechen, sowohl in der Sprache, als auch im Stil etc.
Wenn der Anhang viele oder sehr umfangreiche Elemente umfasst, so ist es sinnvoll, ein Anhangsverzeichnis Bachelorarbeit zu erstellen. Dieses Anhangsverzeichnis gestaltet man wie alle anderen Verzeichnisse, indem man die einzelnen nummerierten Teile auflistet und auch anführt, auf welcher Seite man diese vorfindet.
Was dann noch fehlt, ist, dass man bereits zu Beginn der Arbeit im Inhaltsverzeichnis auf den Anhang verweist, wenn es einen gibt. Dafür fügt man einfach das Kapitel „Anhang“ dem Inhaltsverzeichnis zu.
Checkliste für einen gelungenen Anhang:
FAQ

Leitet als wissenschaftlicher Experte den WissPro Blog und ist für alle Veröffentlichungen zuständig. Darüber hinaus agiert er selbst als WissPro Ghostwriter. Er leitet zudem die Kommunikation zwischen WissPro, den Kunden und den Ghostwritern.




